Studium der Medizin – Menschen aktiv helfen
Nach erfolgreichem Abschluss eines Medizinstudiums, darf man sich als ausgebildeter Arzt bezeichnen. Ein Studium der Medizin kann sowohl in der Humanmedizin, als auch in der Zahn- oder der Tiermedizin absolviert werden. Die Ausbildung vermittelt wissenschaftliche Grundlagen. Diese werden mit praxisbezogenen Anwendungen kombiniert. Beabsichtigt man nach dem Medizinstudium eine selbstständige Tätigkeit als Arzt auszuüben, muss anschließend eine Fachausbildung absolviert werden. In dieser kann der Mediziner sich auf bestimmte Fachrichtungen, wie beispielsweise die Allgemeinmedizin oder die Chirurgie spezialisieren.
Das Studium der Medizin kennzeichnet sich durch eine lange Tradition. Durch die Lehre des Hippokrates wurde es erstmals in der Antike formal definiert. Bereits im Mittelalter schuf man erste medizinische Ausbildungsgrundlagen an den Universitäten. Heutzutage ist das Berufsbild eines Arztes in der Approbationsordnung festgeschrieben. Das Studium soll einen Arzt zur selbstständigen Behandlung von Patienten, sowie zur fort- und Weiterbildung befähigen.
Die Richtlienen für ein Medizinstudium
Nach den Richtlinien des Europäischen Parlaments muss ein Medizinstudium in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union mindestens sechs Jahre theoretischen und praktischen Unterricht an einer Universität beinhalten. Wird das Studium der Medizin durch ein Bachelor- beziehungsweise Masterstudium absolviert, befähigt lediglich der Master Abschluss zur Ausübung des Berufs. Erwirbt man im Rahmen seines medizinischen Studiums den Abschluss Bachelor of Science, befähigt dieser zur arbeit in medizinnahen Bereichen, jedoch nicht zu einer ärztlichen Tätigkeit. Ein Bachelor- beziehungsweise Masterstudiengang der Humanmedizin ist bisher nur in wenigen Ländern möglich. Dazu zählen die Schweiz, die Niederlande, Belgien, Island, Armenien und Portugal.
Das Medizinstudium in Deutschland ist ebenfalls durch die Approbationsordnung einheitlich geregelt. Zu einem Studium der Medizin sind Inhaber der allgemeinen Hochschulreife berechtigt. Die Ausbildung in der Humanmedizin soll den Studierenden grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten in allen relevanten Fächern vermitteln. Die Medizinische Ausbildung zu einem Arzt basiert auf einer wissenschaftlichen Grundlage. Die Lerninhalte sind sowohl theoretischer, als auch praktischer Natur. Ein Bestandteil des Medizinstudiums ist die Grundlagenvermittlung über die Körperfunktionen, sowie die geistigseelischen Eigenschaften eines Menschen. Weiterhin werden dem Student Grundlagen über die einzelnen Krankheiten näher gebracht. Um die Tätigkeit eines Arztes ausüben zu können, erlernen die Studenten im Rahmen ihres Medizinstudiums auch alle notwendigen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten die dazu beitragen, Patienten adäquat behandeln zu können. Dazu zählen unter anderem die Diagnostik, therapeutische Ansätze, Informationen zur Gesundheitsförderung, sowie Maßnahmen zur Krankheitsprävention und Rehabilitation.
Das Erlernen von gesundheitsökonomischen Auswirkungen
Des Weiteren erlernt der Student praktische Fertigkeiten, die er für die Behandlung von Patienten benötigt. Dazu gehört beispielsweise die Koordinierung der Behandlung. Außerdem lernt er, gesundheitsökonomische Auswirkungen seines Handelns kennen und diese einzuschätzen. Ebenso werden den Studierenden der Medizin Fertigkeiten mit auf den Weg gegeben, die die Einflüsse von Gesellschaft, Familie und Umwelt auf die Gesundheit thematisieren. Der Student erlangt einen Einblick in die Struktur des Gesundheitswesens.
Das Medizinstudium besteht aus einem vorklinischen, sowie einem klinischen Teil und aus einem praktischen Jahr. Zum Ende eines jeden Abschnitts muss der Student ärztliche Prüfungen ablegen. Diese bestehen sowohl aus mündlichen, als auch aus schriftlichen Teilen. Die schriftlichen Prüfungen werden in Deutschland vom Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen erarbeitet. Das Studium der Medizin gilt nur als bestanden, wenn alle Teile der Prüfungen erfolgreich absolviert wurden.
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